Kontakt
Höhere Technische Bundeslehranstalt Kapfenberg
Viktor-Kaplan-Strasse 1
A-8605 Kapfenberg
Telefon: ++43(3862)-22240
Qualitätsicherung
Kontakt:
Schulqualitätsprozessmanagerin SQPM Mag. Sabine Martinjak This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Landesqualitätsprozessmanager LQPM DI Helfried Komatz
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Qualitätsmanagement - Qualität in der Berufsbildung - Q-SYS und QIBB:
Qualität ist nicht Alles, aber ohne Qualität ist Alles nichts!
Wir produzieren nicht nur "Papier", sondern Qualität, die bei uns auf allen Ebenen gelebt wird. Unser Werkzeug ist QIBB. QIBB ist auf die spezifischen Erfordernisse des berufsbildenden Schulsystems ausgerichtet und umfasst nicht nur die Ebene der Einzelschule, sondern bezieht alle Systemebenen (inkl. Bildungsverwaltung und Schulaufsicht) ein. QIBB erfüllt die Anforderungskriterien national und international anerkannter Qualitätsmanagementsysteme für Bildungsinstitutionen. Das Kernelement von QIBB besteht in einem Qualitätsmanagementsystem, das der systematischen Sicherung und Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität und der Qualität der Verwaltungsleistungen dient. Korrigierendes Eingreifen basiert u.a. auf Daten des QM Systems. Im Fokus stehen damit sowohl das pädagogische Handeln (die Initiierung, Unterstützung und Begleitung von gesellschaftlich relevanten schulischen Bildungs- und Ausbildungsprozessen), als auch das Verwaltungshandeln (die Herstellung, Absicherung und Weiterentwicklung der für das Lehren und Lernen notwendigen Rahmenbedingungen).
Qualität = Erwartungen erfüllen
Qualität bedeutet die Erfüllung von Erwartungen. Um Erwartungen erfüllen zu können, müssen sie definiert sein/werden (= Ziele). Qualität erreichen, sichern und weiter entwickeln heißt in QIBB, so zu arbeiten, dass klar definierte Ziele verfolgt werden, die Zielerreichung deutlich erkennbar oder messbar ist, und Verbesserungen auf der Grundlage von qualitativen und quantitativen Daten umgesetzt werden.
Bundesschwerpunkte für das Schuljahr 2011/12 sind:
Schulerfolg
Schulklima
Individualfeedback
Labor- und Maschinensicherheit
und abschließende Prüfungen
Fragebögen der qibb Plattform, die dieses Schuljahr angewendet werden, sind:
Schulwahl für die 1. Klassen und Jahrgänge
Individualfeedback auf allen Ebenen
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Peer- Review (Q1 Lernen und Lehren + Q4 Berufliche Vewrwerbarkeit ) an der HTL Kapfenberg 2011
Bericht - Gesamtbewertung der Peers
Die HTL-Kapfenberg gilt als fortschrittliche, aufgeschlossene Schule mit hohen Ansprüchen an Qualität. Als Meilenstein in diesem Prozess der laufenden Qualitätsentwicklung hat sich das Schulmanagement für die Anwendung des Peer Reviews als Methode der externen Evaluation entschieden. Die Bereitschaft, Peers als "critical friends" den Blick in die HTL-Kapfenberg zu ermöglichen, zeigt den Stellenwert, den Schulentwicklung in dieser Schule einnimmt. In beiden Qualitätsbereichen wurden schon einige Maßnahmen durchgeführt, deren Ergebnisse Grundlage für weitere Aktivitäten sind.
Den ersten Eindruck vermittelten zwei Schülerteams, die bei einem gemeinsamen Rundgang ihre Schule präsentierten. Nicht nur die freundliche Begrüßung sondern auch spürbare Gastfreundschaft konnte von den Guides vermittelt werden. Als großzügig ausgestattete Schule mit vielen verschiedenen Räumlichkeiten, wie Werkstätten und Labors, existieren auch sog. "chill out areas" wie eine Boulderwand, Tischtenniseinrichtungen, Kommunikationsnischen, Buffetzone usw. Auffallend war ebenso die Sauberkeit in den Gebäuden. Bei einem schulinternen Wettbewerb werden monatlich die saubersten Klassen prämiert und sogar Geldpreise vergeben.
Zwischen den analysierten Qualitätsbereichen konnten teilweise Zusammenhänge bzw. Überschneidungen festgestellt werden. Das rechtzeitige und verlässliche Eintragen der Noten vor dem Elternsprechtag zählt ebenfalls zu einer förderlichen Maßnahme, die einen Überblick verschafft und als Gesprächsgrundlage für weitere unterstützende Aktivitäten gelten kann.
Auf die oben erwähnte Schnittstelle zwischen beiden Themen soll hier nochmals eingegangen werden. Die von Unternehmerseite gewünschten Kompetenzen bzw. deren Defizite können durch individuelle Beratung erkannt und gefördert werden. Das gleiche gilt für überdurchschnittliche Begabungen, die bis zur Matura stimuliert und in der Praxis dann optimal einsetzbar wären.
Der Erfolg jeder Maßnahme hängt davon ob, inwieweit das Schulmanagement hinter Aktivitäten der Qualitätsmanagementprozesse steht. Alle Stakeholder wünschen sich eine transparente, nachvollziehbare Entscheidungen, deren Ergebnisse auch schon teilweise Früchte tragen (Durchführung des Peer Reviews).
Die große Herausforderung aus der Sicht der Peers besteht darin, die Polarisierung zu überwinden und eine Balance zwischen "bewahren von Gutem" und "streben nach Veränderungen" zu finden. Eine Verbesserung des Beratungsangebots und eine Fokussierung auf Kompetenzen können dann stattfinden, wenn alle Gruppen die Sichtweisen der jeweils anderen Gruppen erkennen und danach handeln. Zum Gelingen dieses Prozesses ist es auch notwendig, beim Scheitern erster Versuche das Bestreben trotzdem aufrecht zu erhalten.
Die Schule vermittelt am Tag der offenen Tür, d.h. bei der SchülerInnengewinnung, einen nachhaltigen Eindruck und eine hohe Erwartungshaltung. Im Werkstättenunterricht wird diesem Versprechen u.a. Rechnung getragen. Ebenso gewinnend erscheint der gute Kontakt zu den Zubringerschulen seitens der BildungsberaterIn. Vermehrt könnte im Sinne einer Aufnahmeberatung darauf geachtet werden, dass InteressentInnen aus der 3. Leistungsstufe einer Hauptschule eingeschränkte Erfolgsaussichten haben. Obwohl die Hauptschulen längerfristig als Auslaufmodell gelten, wird sich am Niveau der SchülerInnen wenig ändern. Die derzeit stattfindenden Einstufungstests, mit einem Paket an Fördermaßnahmen, sind sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.
Eine optimale Beratungsdienstleistung als "byproduct" einer modernen Berufsausbildung soll in einer Institution insofern etabliert sein, als jede Lehrerin/jeder Lehrer den Stellenwert einer professionellen Beratung anerkennt und in weiterer Folge mehr Beratung stattfinden kann. Frühzeitig kann dann auf spezielle Situationen (Begabtenförderung, Leistungsabfall, Vermittlung von Werten usw.), die meist in einem ganzheitlichen Zusammenhang zu sehen sind, reagiert
Je größer die KlassenschülerInnenzahl, desto größer wird die organisatorische Herausforderung, über jeden Schüler/jede Schülerin Informationen hinsichtlich Familienkonstellation, Hobbys, Einschränkungen, usw. zu erhalten. Die Einführung von sog. Kommunikationsstunden verschafft Raum und Zeit für möglichen Austausch in KlassenlehrerInnenteamsitzungen.
Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass auf eine erfolgreiche L-S-E Kooperation auch in Krisenzeiten zurückgegriffen werden kann. Maßnahmen, Eltern frühzeitig an Bord zu holen und zur Mitarbeit zu veranlassen, wären überlegenswert.
Es bedarf einer nachhaltigen Weichenstellung, Bewusstsein zu schaffen, welche Ressourcen in Zukunft für beide Qualitätsfelder zur Verfügung stehen könnten und wie man diese mobilisiert.
Der Balanceakt "fördern und fordern" kann gerade in den ersten Klassen durch individuelle Beratung besser gemeistert werden. Von SchülerInnenseite wird eine frühzeitige Beratung jedenfalls gewünscht.
Die durchgeführten Interviews mit dem Lehrpersonal haben gezeigt, dass es offensichtlich Unklarheiten betreffend der Abgrenzung von Beratung gibt. Teilweise wurde unterrichten mit beraten gleichgesetzt, ebenso war eine Trennung zwischen Sach- und Beziehungsebene teilweise nicht erkennbar. Eine Coachingausbildung, zumindest für einige Lehrende als AnsprechpartnerInnen, wäre wünschenswert.
Der Bedarf an schulpsychologischer Unterstützung ist steigend. Ressentiments gibt es aber hinsichtlich des "outens" bzw. "abgestempelt zu werden" beim Besuch derselben. Ein Klima des Vertrauens und eine Aufwertung der Dienste des als überaus kompetent geschilderten Schulpsychologen wären empfehlenswert.
Die Peers im November 2011


